SG Gutach/Wolfach

Rückschlag gegen Ringsheim

TuS Ringsheim : SG Gutach/Wolfach 25:23 (15:10)

 

Rückschlag im Abstiegskampf gegen Ringsheim

Nach fünf ungeschlagenen Spielen hat es die SG Gutach/Wolfach am Sonntag wieder mal erwischt. Beim Auswärtsspiel in Ringsheim zog das Kronenwitter/Wöhrle Team knapp mit 23:25 den Kürzeren. Vor allem in den ersten 40 Minuten ist die Mannschaft dabei zum Unmut des Trainergespanns wieder zurück in alte Muster verfallen und trat recht “blutleer” auf. Die Gastgeber waren präsenter und gingen per Doppelpack von Daniel Stöcklin in Führung. Die Gäste, die erstmals wieder mit Lukas Glunk spielten, zeigten in der Offensive zu oft Nerven und waren in der Defensive etwas schläfrig. Bis zum 12:10 (28.) blieben die Schwarzwälder dran, eher sie sich in den Minuten vor der Pause mit drei Gegentoren mit 10:15 unnötig hoch im Rückstand sahen. 

Nach der Pause blieben die Gastgeber das kontrolliertere Team und legten auf 16:10 und 18:11 vor, ehe die Gäste aus ihrer Lethargie erwachten. Bis zur 44. Minute war man zumindest wieder auf 20:16 dran. Dass die Heimmannschaft beim 25:20 nach 54 Minuten schon den Schongang einlegte, konnte die SG trotz bester Chancen nur noch mit 25:23 Ergebniskosmetik bestrafen. Es blieb beim letztlich verdienten „Arbeitssieg” für den Tabellenvierten und einem schwachen Auftritt der Gäste.

Durch die vermeidbare Niederlage hat es die SG versäumt, sich einen vorentscheidenden Vorsprung im Abstiegskampf zu erarbeiten. Stattdessen ist es hinten drin wieder eng wie nie und Gutach/Wolfach in den verbleibenden zwei Spielen wieder unter Zugzwang. Großen Dank sprach Oliver Kronenwitter den vielen mitgereisten Fans aus, die auch aktuell mit vollem Einsatz hinter ihrer Mannschaft stehen.

Spielfilm: 2:0, 3:2, 7:3, 7:6, 12:10, 15:10; 16:11, 18:11, 20:16, 25:20, 25:23

TuS: Kölblin 3, G. Kaufmann 5, Mix 2, Jägle 1, Schlötzer, D. Kaufmann, S. Ohnemus 1, Reiner 1, Ribsam, Stöcklin 8/5, Heim 4, F. Ohnemus, Scheibel

SGGW: Baumann, Heinkele, Ressel, Moser 4, Aberle “Schüssele” 1, Weber, Dieterle 1, Schillinger, Brohammer 5/3, Schmid 2, Glunk 6, Aberle “Staigerbauer”, Lehmann, Haas 4

Damen siegen gegen Unterharmersbach

Am Samstag gastierte die Mannschaft des FV Unterharmersbach in der Gutacher Carl-Liebich-Sporthalle. Die SG-Mädels begannen konzentriert und lagen somit nach 19 Minuten gegen den Tabellenzweitletzten standesgemäß mit 11:2 vorne. Dies gab die Möglichkeit, ein par Dinge auszuprobieren und viel zu wechseln. Mit dem hohen Vorsprung ließ die Konzentration etwas nach und das Spiel konnte nicht mehr ganz so dominant fortgesetzt werden. Zur Halbzeit stand es 15:6.
Auch in der zweiten Halbzeit tat sich die Mannschaft schwer, mit hundert Prozent weiter zu spielen, was gegen einen deutlich unterlegenen Gegner auch nicht einfach ist. Der Vorsprung konnte kontnuierlich bis zum Spielende auf 33:17 ausgebaut werden. Sicher ist noch deutlich Luft nach oben.
Es spielten: Jasmin Armbruster im Tor, Laura Riedel 3, Anica Thoma 1, Anna Wälde 4, Theresa Schmider 6, Tanja Faißt 1, Juliane Hirt 5, Hannah Klumpp, Jessica Hirt 6, Vanessa Schneider, Tanja Rupprecht, Laura Hesse 4, Jessica Schneider 3, Saskia Bohlayer
Beim nächsten Spiel am 27.04. um 18.00 Uhr in Schutterzell wird es wichtig sein, die gewohnt starke Abwehr wieder zu stellen und die Leistung aus dem Hinspiel wieder abzurufen. In diesem Spiel gegen den Tabellenzweiten wird wohl entschieden, ob unsere Mädels eine super Saison mit Platz 2, 3 oder 4 abschließen.
Bericht: Thomas Sum
Bilder: Horst-Dieter Bayer

Herren 1 mit wichtigem Heimsieg

SG Gutach/Wolfach – HG Müllheim/Neuenburg 24:19 (12:7)

Am Samstagabend sicherte sich die SG Gutach/Wolfach zwei eminent wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga Süd. Gegen die Handballgemeinschaft aus Müllheim und Neuenburg landete die SG beim 24:19 einen Start-Ziel-Sieg. Auf beiden Seiten mussten die jeweiligen Trainer auf ihre besten Schützen verzichten. So spielte Lukas Glunk bei den Gastgebern ebenso wenig wie Raphael Dinse bei den Gästen aus dem Markgräflerland. Zudem musste die SGGW auf seine Linkshänder Philip Schillinger und Tobias Aberle verzichten. Dennoch zeigte man sich von der ersten Sekunde an hochmotiviert und hellwach. Vier Tore von den Außenpositionen, drei durch Nicolas Haas und eines durch Mike Lehmann, sowie ein souverän verwandelter Strafwurf sorgten für eine 5:1-Führung nach acht Minuten. Ein tolles Zuspiel vom jungen Tom Moser auf Kreisläufer Tobias Aberle konnte letzterer zum 6:2 versenken. In der Folgezeit kamen die Gäste besser ins Spiel und erzielten in Person von Rechtsaußen Gaetan Guidoni das spektakulärste Tor des Abends, als er im Fallen mit dem Rücken zum Tor per Rückhand den SG-Keeper überwinden konnte. Mit einem weiteren Treffer gelang der HG wieder der 5:6-Anschluss. Davon ließen sich die Gastgeber jedoch kaum beeindrucken. Tom Moser und Julian Brohammer besorgten jeweils aus dem Rückraum das 8:5. Beidseitig wurden viele Fehler und Fehlwürfe produziert. Da es die Heimmannschaft allerdings einen Tick besser machte, führte sie zum Pausenpfiff der souverän leitenden Schiedsrichter verdient mit 12:7. In der Pause fragten sich sicher viele Zuschauer, ob es denn dieses Mal trotz Führung auch zum Sieg reichen würde. Ein erstes Ausrufezeichen setzte der gut aufspielende Julian Brohammer zum 13:7. Das 13:8 beantwortete die SG mit sehr geduldigem Spiel, bis am Ende der Ball bei Alexander Weber landete und dieser den HG-Torwart überwinden konnte. Die Gäste trafen in dieser Phase zwar auch regelmäßig, doch immer wieder fassten sich die Einheimischen ein Herz. Mit einem sehenswerten Unterarmstrahl erhöhte Julian Brohammer auf 15:9. In der 40. Minute lief Jens Dieterle einen Konter und zeigte vor dem Tor keine Nerven: 17:11! Nun folgten einige schwächere Minuten. Zu viele Fehlwürfe und Nachlässigkeiten in der Defensive ließen die HG bis zur 50.Minute gefährlich nahe auf 18:16 herankommen. Zwei Tore durch Manuel Schmid und Mike Lehmann sollten die Nerven wieder beruhigen. Müllheim gab sich aber noch nicht geschlagen und verkürzte erneu auf 20:18. In den letzten gut sechs Minuten sollten die Gäste aber nur noch einmal treffen. Mit dem Publikum im Rücken zog man alles entscheidend auf 23:19 davon. Das letzte Tor zum 24:19-Endstand war dem emsigen Nicolas Haas vorbehalten. Hoffentlich kann die Truppe nun mit breiter Brust zum direkten Duell gegen Pfullendorf (Tabellenvorletzter) antreten. Mit noch mehr Effizienz im Angriff sind auch dort zwei Zähler drin.

Für die SGGW: Baumann, Kopp (n.e.); Ressel, Moser (1), Aberle (1), Weber (2), Dieterle (4), Brohammer (5/1), Schmid (3), Riedel, Lehmann (2), Haas (6)

Bericht: Wolfgang Laiblin

Bilder: Horst-Dieter Bayer

Herren I holen wieder nur einen Punkt

TV Meßkirch: SG Gutach/Wolfach 25:25 (13:13)

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison der SG Gutach/Wolfach. Auch gegen Tabellennachbar TV Meßkirch gab es am Ende nur einen Punkt. Auch diese Woche war definitiv mehr drin. Trotzdem bleibt die SG seit drei Spielen ungeschlagen und darf weiter auf den Klassenerhalt hoffen.

Die Partie begann zerfahren und kurios. Beide Mannschaften hatten ihre Mühe und Not, mit dem Spielgerät zurecht zu kommen. Viele technische Fehler setzten die Messlatte niedrig und bestätigten SG-Coach Oliver Kronenwitter, der zuvor ausgerufen hatte, dass diese Partie die Mannschaft mit den wenigsten Fehlern gewinnen würde. Bis zur zehnten Minute (3:3) war für beide Teams alles im Soll, ehe die beiden Schiedsrichter sich erstmals aktiv ins Spielgeschehen einmischten. Es sollte nicht das letzte Mal an diesem Abend sein. Sie schickten SG-Spieler Mike Lehmann zur Überraschung sämtlicher Heim(!)- und Gästeanhänger und Spieler direkt zum Duschen. Eine Erklärung ihrer exklusiven Auslegung der Abwehraktion blieben sie allen schuldig. Es fiel der SG fortan schwer, sich auf Handball zu konzentrieren, da weiterhin viel über Nebensächlichkeiten diskutiert und gerichtet wurde. Trotzdem gelang es der SG, über den Kampf zurück in die Partie zu finden und Meßkirch nicht davonziehen zu lassen. Den im Hinspiel stark aufspielenden Kai Zacharias hatte die SG-Defensive zwar besser im Griff, dafür trafen aber vor allem Jan und Jens Häusler im TVM-Trikot beinahe nach Belieben. Auf der anderen Seite taten sich die SG-Angreifer zuerst sehr schwer damit, TV-Keeper Jonathan Janeta zu überwinden, netzten aber mit fortlaufender Dauer konsequenter aus dem Rückraum. Die Führung wechselte hin und her bis zum Seitenwechsel beim 13:13.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie mitunter ein zähes Ringen, das dem Tabellenstand beider Teams gerecht wurde. Man merkte allen Akteuren an, dass viel auf dem Spiels stand. Es blieb ausgeglichen bis zum Schluss, auch wenn die SG mehrfach die Gelegenheit hatte, auf drei Treffer vorzulegen. Wie schon in der gesamten Saison versagten dabei auch aus aussichtsreichsten Lagen die Nerven. Zudem zahlte sich der Torhüterwechsel der Hausherren aus. Andreas Gasser entschärfte einen Wurf der SG nach dem anderen, sodass es am Ende wie immer zur Nervenschlacht wurde. Vor guter Kulisse aus heimischen und mitgereisten Fans verspielte die SG eine hauchdünne 22:24 Führung. Den Ausgleich durch Christoph Martin konterte SG-Linksaußen Jens Dieterle zur 24:25 Führung. Als daraufhin SG-Keeper Claudius Baumann einen wichtigen Siebenmeter gegen Sebastian Gedig parierte, sah es vielversprechend für die Schwarzwälder aus. Aber erneut verspielte man den Ball leichtfertig und kassierte vom Kreis den 25:25 Ausgleich. Die verbleibenden 50 Sekunden auf der Uhr konnte die SG nicht zu einem weiteren Treffer nutzen, sodass es beim enttäuschenden Unentschieden blieb, das der Heimmannschaft deutlich mehr hilft als den Gästen.

Nichtsdestotrotz hat sich die SG auch unter schwierigen Umständen engagiert und kampfbereit präsentiert und den zwölften Tabellenplatz verteidigt. Auch wenn die beiden letzten Unentschieden ärgerlich sind, bleibt vor den nächsten Entscheidungsspielen gegen Müllheim und Pfullendorf alles offen. Coach Kronenwitter zeigte sich zwar mit einigen unverständlichen Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns nicht einverstanden, haderte aber hauptsächlich mit der Abschlussschwäche seines Teams in der entscheidenden Phase. Großes Lob gilt einmal mehr den mitgereisten Fans rund um das unermüdliche Trommlerteam!

Spielfilm: 1:0, 1:2, 3:3, 5:3, 7:8, 13:11, 13:13; 17:17, 18:20, 22:24, 24:24, 24:25, 25:25

TVM: Janeta, Gasser; Henkel 2, Gedig 5/5, Kronhagel 1, Zacharias 1, Rebholz, Potzinger, Jan Häusler 6, Kleinhans 2, Martin 5, Nopper, Jens Häusler

SGGW: Baumann; Ressel, Aberle „Schüssele“ 1, Moser, Dieterle 4, Schillinger, Brohammer 5/3, Schmid 2, Glunk 8, Mike Lehmann, Haas 5

 

Damen gewinnen souverän gegen Ortenau Süd

Pflichtaufgabe erfüllt,“ so könnte das Fazit aus der jüngsten Handballpartie der SG Gutach/Wolfach-Damen lauten. Mit 25:16 (11:6) hat man die HSG Ortenau Süd in die Schranken gewiesen und sich mit einem zwar unspektakulären aber dennoch wichtigen Sieg im Kampf um den Anschluss an die Tabellenspitze zurück gemeldet. Vor allem Torhüterin Theresa Heizmann legte in der ersten Hälfte den Grundstein für diesen hohen Sieg mit 5 gehaltenen 7m-Strafwürfen!!! und zahlreichen weiteren Paraden. Im Angriff ließ die Chancenauswerung wieder einmal zu wünschen übrig und in der Abwehr ließ man gegen eine unterlegene Mannschaft zu viel zu.

Die Gäste hielten lediglich fünf Minuten bis zum 2:2 mit, bevor die SG Gutach/Wolfach zum ersten Zwischenspurt ansetzte. 8:3 hieß es nach knapp zwanzig Minuten und bis zur Pause legten die SG- Handballerinnen um Thomas Sum und Kathrin Grimm auf 11:6 vor.

Auch nach dem Seitenwechsel ließ das SG-Team den Gästen nicht den Hauch einer Chance. Bereits nach 37 Minuten hieß es 15:7 und es folgten weitere Tore im Minutentakt, so dass beim 22:9 nach knapp 50 Minuten alles in trockenen Tüchern war. Zum Schluss hin ließ die Konzentration dann doch etwas nach und die HSG Ortenau Süd konnte noch etwas Ergebniskosmetik betreiben.

Für die SG Gutach/Wolfach waren im Einsatz: Jasmin Armbruster, Theresa Heizmann (Tor), Annica Thoma 5, Theresa Schmider, Juliane Hirt je 4, Laure Hesse 4/2, Jessica Schneider 4/3, Anna Wälde, Saskia Bohlayer je 2, Tanja Faißt, Tanja Rupprecht, Hannah Klumpp, Jessica Hirt.

Bericht: Susanne Heinzmann

Bilder: Horst-Dieter Bayer

SG-Damen unterliegen Gengenbach

Eine ganz enge Kiste war das letzte Heimspiel der SG-Damen gegen den TV Gengenbach. Der Tabellennachbar nahm am Ende die Punkte nach einer 22:23 (12:11) Niederlage mit nach Hause.

Zunächst konnte sich keines der beiden Teams absetzen, doch im Verlauf der ersten Viertelstunde setzte sich Gengebach auf 4:8 ab, wobei die Chancenauswertung auf Seiten der SG Gutach/Wolfach sehr zu wünschen übrig ließ. Nach einer Auszeit des TV Gengenbach fing sich das SG-Team wieder und spielte richtig guten Handball. In der Folge glich man nach 22 Minuten nicht nur zum 9:9 aus, sondern konnte mit einem 12:11-Vorsprung in die Pause gehen.

Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich die Partie bis zum 16:16 nach 35 Minuten zunächst wieder völlig offen. Der TV Gengenbach setzte sich im Anschluss beim 16:18 erstmals auf zwei Tore ab und behielt zunächst die Oberhand bis zum 18:21 nach 50 Minuten. Die SG-Damen gaben sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen. Zwar ließ die Chancenauswertung nach wie vor zu wünschen übrig, doch das SG-Team um Thomas Sum und Kathrin Grimm kämpfte sich kurz vor Schluss wieder zum 22:22- Ausgleich. Das letzte Tor der Partie erzielte dann mit dem 22:23 der TV Gengenbach und entschied die Partie für sich. Beim Uhrenstand von 59:11 hatte das SG- Team durch einen 7m- Strafwurf zwar nochmal die Chance zum Ausgleich, ließ diese allerdings liegen. Nach der Balleroberung durch eine offene Manndeckung reichte die Zeit nicht mehr für einen klaren Abschluss aus. Der direkte Freiwuef blieb ohne Erfolg.

 Es gilt nun, sich in den nächsten Spielen wieder auf seine Stärken zu besinnen, um zum Saisonendspurt nochmal Rang zwei angreifen zu können.

Für die SG Gutach/Wolfach spielten: Theresa Heizmann, Jasmin Armbruster (Tor); Jessica Schneider 5/5, Laura Riedel, Theresa Schmider, Jessica Hirt je 4, Saskia Bohlayer 2, Anna Wälde, Juliane Hirt, Lena Armbruster je 1, Tanja Faißt, Tanja Rupprecht, Vanessa Schneider.

Bericht: Susanne Heinzmann

Gutach/Wolfach gewinnt Abstiegs-Thriller

SG Allensbach/Dettingen-Wallhausen : SG Gutach/Wolfach 25:26 (12:16)

Das war knapp. Das war wichtig! Um Haaresbreite ist die SG Gutach/Wolfach an der nächsten enttäuschenden Last-Minute-Niederlage vorbeigeschrammt. Wieder wurde eine deutliche Führung verspielt, wieder sah es in der Schlussminute nach einer weiten Reise ohne Punkte aus. Dann fasste sich Julian Brohammer ein Herz und sorgte sechs Sekunden vor Schluss für Jubelstürme und pure Erleichterung. Zuvor erlebten beide Lager, darunter die mitgereisten Trommler aus dem Schwarzwald, einen klassischen Abstiegskrimi mit vielen Aufs und Abs für beide Mannschaften.

Die erste Halbzeit gehörte dabei eindeutig den Gästen. Diesmal verschlief die Kronenwitter-Sieben den Anfang nicht und war gleich mitten drin im Spiel. Aber auch die Gastgeber vom Bodensee spielten munter mit, sodass die Partie bis zum 7:7 nach 13 Minuten ausgeglichen war. Danach folgten die besten Minuten der Gäste. Lukas Glunk erwehrte sich der offensiven Deckung gegen sich oder schaffte Räume für seine Nebenleute. Manuel Schmid und der gut aufgelegte Julian Brohammer waren zur Stelle, wenn Glunk ablegen konnte. Zudem brachte Nicolas Haas den gegnerischen Schlussmann mit Treffern aus den unmöglichsten Winkeln zur Verzweiflung. Hinten kam die SGGW-Defensive und Schlussmann Claudius Baumann immer besser ins Spiel. Das Ergebnis war ein starker Zwischensprint auf 8:14 bis zur 26. Minute. Florian Armbrüster verkürzte für die Hausherren zum 12:16 Halbzeitstand.

Wer die Saison der SG Gutach/Wolfach verfolgt hat wusste, dass diese Führung in dieser Saison keineswegs Bestand haben musste. Zu oft kam es zu unerklärlichen Einbrüchen in der zweiten Hälfte. So auch diesen Samstag in der Riesenbergsporthalle Allensbach. Die Gastgeber waren keineswegs gewillt, sich kampflos zu ergeben und nutzten die Gutach/Wolfacher Unzulänglichkeiten Anfang der zweiten Hälfte gnadenlos. Alexander Hänsel, Jörn Hammel und der beste Werfer der Gastgeber, Florian Armbrüster, warfen ihre Farben binnen weniger Minuten zum 17:17 Ausgleich und stellten die Partie damit wieder auf Anfang. Es entwickelte sich ein packender Krimi, in der die Anspannung auf beiden Seiten deutlich zu sehen war. Erwähnt werden muss dabei, dass die Partie weitestgehend sehr fair verlief, obwohl für beide Mannschaften viel auf dem Spiel stand. Bis zur 50. Minute konnten stets die Gäste vorlegen, doch Allensbach ließ sich meist durch Florian Armbrüster oder Alexander Hänsel nicht abschütteln. Dieser markierte auch die erste Führung für die Gastgeber in der 52. Spielminute (23:22). Als Brohammer für die SGGW per Siebenmeter scheiterte und Armbrüster auf 24:22 erhöhte, sah es düster aus für die Gäste. Doch das Kronenwitter/Wöhrle Team zeigte Moral und kämpfte sich durch Paraden von Baumann sowie Treffer von Tobias Aberle „Schüssele“ und Jens Dieterle wieder auf 24:24 heran. Armbrüster und Brohammer leiteten mit je einem weiteren Treffer zum 25:25 die heiße Schlussphase ein, in der es naturgemäß hektisch wurde. Durch eine unnötige Zeitstrafe gegen die Gäste schlug das Pendel Anfangs der Schlussminute deutlich in Richtung Gastgeber aus. Erst hielt Baumann den Punkt fest, danach scheiterten die Hausherren aus aussichtsreicher Lage. So erhielten die Gäste doch nochmal die Chance, das Ruder herumzureißen. In einer letzten Auszeit 22 Sekunden vor Schluss setzte Oliver Kronenwitter nochmal alles auf eine Karte und tauschte den Torhüter gegen einen sechsten Feldspieler, um die Unterzahl zu kompensieren. Der Mut wurde belohnt, als Julian Brohammer eine gute Leistung mit einem beherzten Treffer aus dem Rückraum zum 25:26 krönte. Der letzte verzweifelte Wurf der Hausherren ging drüber.

Endlich einmal konnte sich die SG Gutach/Wolfach auch in einer engen Schlussphase behaupten und die so wichtigen Punkte mit auf die lange Heimreise nehmen. Dass am Ende viel Glück im Spiel und auch eine Niederlage drin war, ist allen bei der SG bewusst. Aktuell darf sich kaum die Frage stellen, wie man die Punkte letztlich holt. Durch den Erfolg hält man Allensbach vorerst auf Distanz und Anschluss ans rettende Ufer.

Spielfilm: 0:1, 3:3, 5:7, 7:7, 8:14, 12:16; 12:17, 17:17, 20:20, 21:22, 23:22, 25:25, 25:26

SGA: Ledig, Amann; Mauz 1, Runge 2, Deggelmann, Weltin, B. Armbrüster, Allgaier 2, F. Armbrüster 13/4, Karrer 2, Hänsel 3, Hammel 2

SGGW: Baumann, Nattmann; Ressel, Aberle „Schüssele“ 3, Moser, Dieterle 1, Brohammer 7/0, Schmid 1, Mirco Lehmann, Glunk 8, Mike Lehmann, Haas 6

Fotos: Horst-Dieter Bayer

 

 

Gutach/Wolfach unterliegt Aufsteiger Meßkirch

SG Gutach/Wolfach : TV Meßkirch 27:28 (16:13)

Die Landesliga-Handballer der SG Gutach/Wolfach spielen auch im siebten Saisonspiel trotz Bestbesetzung weit unter ihren Möglichkeiten und verlieren gegen den TV Meßkirch ein Spiel, das sie niemals hätten verlieren dürfen. Entsprechend enttäuscht zeigten sich Spieler, Fans und vor allem der Trainer nach dem Abpfiff.

Zu Beginn hatte die Defensive der Hausherren in der Gutacher Liebich-Sporthalle große Probleme mit dem agilen Spielmacher Kai Zacharias, der entweder selbst die Nahtstelle in der SG-Abwehr fand oder gut auf seine Nebenleute ablegte. Nach und nach kamen sowohl die Abwehr als auch SG-Keeper Claudius Baumann besser in Tritt und hielten den TVM erfolgreich auf Abstand. Nach 17 Minuten lagen die Schwarzwälder mit 9:6 in Führung. Zacharias und Linksaußen Jens Häusler hielten ihre Farben im Alleingang im Spiel und brachten Meßkirch auf 10:10 heran. In doppelter Unterzahl brachte Lukas Glunk die SG wieder mit 12:11 in Führung und zur Pause führte das Team von Oliver Kronenwitter und Martin Wöhrle verdient mit 16:13. Nach der Pause brachten drei Treffer von Meßkirchs Christoph Martin die Gäste nochmal auf 17:16 heran, doch aus einer nun stabilen Abwehr heraus setzte sich die SG wieder auf 22:18 ab (40.). Man hatte alles im Griff, den zweiten Saisonsieg auf dem Silbertablett und alle Chancen, frühzeitig den Sack zuzumachen. Stattdessen ließ man sich in der Schlussviertelstunde von diskussionswürdigen Entscheidungen der Unparteiischen vollkommen aus dem Konzept bringen und verlor gänzlich den Faden. So einseitig das Verhältnis von Zeitstrafen und Strafwürfen, so desolat die Torausbeute der SG-Angreifer in der Folgezeit.

Das ohnehin angeknackste Selbstvertrauen der Kronenwitter-Sieben wurde auch durch einen gehaltenen Siebenmeter von Simon Heinkele nicht größer. Überhastete Abschlüsse und Wurfpech auf der einen, gut freigespielte Außenspieler oder eben Siebenmeterpfiffe auf der anderen Seite brachten Meßkirch in der 52. Minute auf 24:24 heran und mit 24:25 in Front. Beim TVM übernahm Jan Häusler Verantwortung, bei den Gastgebern machte sich Resignation breit. Eine Minute vor Schluss erzielte Jan Häusler den vorentscheidenden Treffer zum 26:28, der Anschluss zum 27:28 durch Lukas Glunk kam zu spät.

Ratlos und enttäuscht musste die SG ihre vierte und unnötigste Saisonniederlage hinnehmen und ist nun endgültig im Abstiegskampf in der Landesliga Süd angekommen.

Spielfilm: 0:1, 3:3, 6:4, 9:6, 10:10, 16:13; 17:13, 17:16, 22:18, 24:24, 26:28, 27:28

SGGW: Baumann, Heinkele; Ressel, Aberle „Schüsssele“ 5, Weber, Schillinger 1, Moser 2, Brohammer 2/2, Schmid 1, Mirco Lehmann, Glunk 9, Aberle „Staigerbauer“ 3, Mike Lehmann 2, Haas 2

TVM: Gasser, Kronhagel, Zacharias 6/2, Rebholz, Jan Häuser 9/4, Janeta, Kleinhans 2, Martin 5, Nopper, Potzinger, Jens Häusler

Bilder: Horst-Dieter Bayer

SG I verliert letztes Saisonspiel

SF Eintracht Freiburg : SG Gutach/Wolfach 27:25 (17:11)

Dank eines eklatanten Leistungseinbruchs in der ersten Halbzeit unterliegt die SG Gutach/Wolfach in ihrem letzten Spiel den Sportfreunden aus Freiburg und rutscht sogar noch auf Platz acht ab.

Jens Gudelius fehlte den Gästen erneut verletzt, vertrat aber den beruflich verhinderten Uwe Dieterle auf der Trainerbank. Ansonsten fehlten noch Wolfgang Moosmann und Timo Scott. Obwohl im Rückraum also quasi überhaupt keine Alternativen dabei waren und es für die Gastgeber noch um den Klassenerhalt ging, kam die SG gut aus den Startlöchern. Hinten hatte man die Hausherren gut im Griff und wenn doch mal etwas durchkam, war Torhüter Claudius Baumann zur Stelle. Mit dieser nötigen Sicherheit im Rücken konnte die SG vorne geduldig spielen und nach fünf Minuten bereits mit 1:4 führen. Bis zur 17. Minute lief auch weiterhin alles nach Plan. Gutach/Wolfach führte komfortabel mit 5:9 und machte einen spielerisch gefestigten Eindruck. Warum dann plötzlich komplett der Schalter umgelegt wurde und – wie auswärts bereits häufiger geschehen – überhaupt nichts mehr zusammenlief, bleibt allen Beteiligten ein Rätsel. Auch eine Manndeckung gegen Manuel Schmid erklärt nicht, wieso man den Gastgebern einen Ball nach dem anderen in die Hände warf, sodass diese mühelos ihre Konter aufziehen konnten. Dass die SG-Angreifer dann auch noch begannen, SFE-Torhüter Philipp Weigel mit unplatzierten Würfen aufzubauen und das Publikum die Chance für die Gastgeber witterte, trug sein übriges zum 9:0 (!) Lauf der Hausherren bei. Beim aus Gästesicht indiskutablen Stand von 17:11 wurden die Seiten gewechselt.

Nach der Pause fühlte sich die SG dann an der Ehre gepackt. Über den Kampf kamen die Schwarzwälder zurück ins Spiel und knabberten Tor für Tor vom Rückstand ab. Vor allem in der Abwehr brachte die SG die zuvor vermisste Konsequenz aufs Parkett. Nach 41 Minuten war beim 19:19 der Anschluss wieder hergestellt und die SG wieder im Rennen um die Punkte. Aber erneut schaffte sie es nicht, das druckvolle Spiel aufrecht zu erhalten und den Aufwind zur Führung zu nutzen. Im Gegenteil, wieder schlichen sich einfache Fehler ins SG-Angriffsspiel ein und die Hausherren konnten auf 21:19 vorlegen. Vor allem Moritz Bermeitinger bekam von den Gästen zu viel Raum und nutzte diesen effizient, um seine Farben wieder mit 24:20 in Führung zu werfen. Erneut schafften die Schwarzwälder den 24:24 Ausgleich und gingen sogar mit 24:25 in Front. In den letzten zwei Minuten hatten die Gäste in Überzahl eigentlich die besseren Karten, das Spiel zu gewinnen, scheiterten aber einmal von der Siebenmeterlinie und zweimal frei vor dem Tor an den SFE-Keepern. Die Gastgeber agierten in dieser Phase cleverer und wollten den unbedingt benötigten Sieg ein Quäntchen mehr. Schließlich brachten die Sportfreunde die knappe Führung über die Zeit und markierte mit dem Schlusspfiff durch Patrick Frey den 27:25 Endstand. Zwischen jubelnden Freiburgern musste sich die SG fragen, warum man die Chance auf einen versöhnlichen Saisonabschluss gleich mehrfach fahrlässig aus der Hand gab. Durch die dritte Niederlage in Folge hat sich die SG zudem selbst ein wenig um den Lohn einer guten Saison gebracht.

Trotz allem beendet man die erste gemeinsame Runde mit einem positiven 27:25 Punkteverhältnis, zwölf Siegen, drei Unentschieden und elf Niederlagen. Bevor sich in der kommenden Runde personell einiges ändert, geht es nun erstmal in die wohlverdiente spielfreie Sommerpause.

Spielfilm: 0:1, 1:1, 1:4, 5:9, 14:9, 17:11; 19:19, 21:19, 24:20, 24:25, 27:25

SFE: Alionte, Hinrichsen 2, Wißler 4, Rotzinger, Fischer 1, Hinderhofer, Weigel, Roth, Häfner 6, M. Bermeitinger 9/3, Frey 4, V. Bermeitinger, Ebner 1, Dümler

SGGW: Baumann, Laiblin; Staiger 1, Aberle „Schüssele“ 4, Lauterbach 1, Pranic 1, Brohammer 3, Schmid 4, Aberle „Staigerbauer“ 5, Lehmann 1, Haas 5/1

Zweite verpasst erneut eine Überraschung

SG Gutach/Wolfach II : TuS Schutterwald II 23:24 (12:14)

Wieder einmal ist die Reserve der SG Gutach/Wolfach nur um Haaresbreite an einer großen Überraschung vorbeigeschrammt. Gegen den Tabellenzweiten aus Schutterwald, den man schon im Hinspiel am Rande einer Niederlage hatte, fiel die Entscheidung wieder erst in der Schlussminute.

Das Ziel vor dem Spiel lautete, den Favoriten so lange wie möglich zu ärgern und den Heimzuschauern nochmal eine starke Leistung zu bieten. Beides ist dem Bezirksklasse Team rund um Trainer Thomas Sum mit Bravour gelungen. Einzig in Punkte konnte es die starke Leistung wieder einmal nicht ummünzen.

Schon die erste Hälfte konnte die SG sehr ausgeglichen gestalten und ließ die Gäste, trotz einem starken Marc Schulz mit insgesamt 13 Treffern in ihren Reihen, nicht davonziehen. Eine solide Leistung in der Defensive und deutliche Leistungssteigerung im Angriff hielt die SG bis zum 11:11 komplett auf Augenhöhe mit dem TuS. Erst kurz vor der Pause konnte Schutterwald auf 12:14 vorlegen.

Die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit blieb die SG ohne Gegentreffer und konnte zum 14:14 ausgleichen. Es blieb eine enge und spannende Partie, in der sich die SG partout nicht abschütteln ließ. Beherzt gelang dem Sum-Team immer wieder der Ausgleich. Bis vier Minuten vor dem Ende konnten die Schwarzwälder stets aufschließen (21:21). Dann bewiesen einmal mehr die Gäste die besseren Nerven und gingen mit zwei Siebenmetertreffern durch Marc Schulz mit 21:23 in Führung. Dominic Brunenberg-Libonati konnte nochmal auf 22:23 verkürzen, doch Andreas Huck konterte mit seinem vierten Treffer. Florian Model hielt die SG 50 Sekunden vor dem Ende mit 23:24 am Leben, doch es gelang kein weiterer Treffer. Somit steht die SG wie schon so häufig trotz couragierter Leistung mit leeren Händen da und muss auch am letzten Spieltag um den vorletzten Platz bangen.

Spielfilm: 1:0, 2:2, 3:5, 7:7, 8:10, 11:11, 12:14; 14:14, 21:21, 21:23, 23:24

SGGW: Laiblin, Kopp; Pranic 4, Brunenberg-Libonati 3/2, P. Schillinger 1, M. Schillinger, Model 1, Schmider, Mangold 1, Wöhrle 4, Welle 4, Schmider 1, Ressel 4

TuS: Schnebelt, M. Schulz 13/6, Stoltzenberg, D. Schulz, Wiedenmann 3, Oßwald, Broß, Jochheim 1, Spinner, Urban, Behmann 3, Huck 4

Galerie von Horst-Dieter Bayer

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