SG Gutach/Wolfach

SG mit furiosem Comeback

Binnen einer Woche zeigte die SG Gutach/Wolfach zweimal ihr kämpferisches Gesicht und blieb in den jeweiligen Schlussphasen der Landesligapartien gegen die HSG Mimmenhausen/Mühlhofen erfolgreich. Auch wenn es im Rückspiel in der Gutacher Liebichhalle letztlich „nur“ zu einem Punkt reichte, ist dieser mindestens so hoch zu bewerten wie der doppelte Punktgewinn am Wochenende zuvor. Dank einer fulminanten Schlussphase konnten die Einheimischen einen 6-Torerückstand aufholen und am Ende minutenlang mit ihren zahlreichen und lautstarken Fans feiern. Das Team von Trainer Frank Sepp legte keinen guten Start hin. Abgesehen vom schön herausgespielten 1:0 durch Nicolas Haas sahen die Zuschauer anfangs viel Stückwerk und vergebene Chancen. Auch die Defensive kam nur langsam auf Betriebstemperatur, sodass die Gäste schnell auf 1:4 wegziehen konnten. Zu diesem Zeitpunkt hatte Julian Brohammer auch schon einen Strafwurf an den Pfosten gesetzt, sollte seine weiteren vier Siebenmeter aber allesamt souverän verwandeln. Mit sechs Treffern in Halbzeit 1 hielt Brohammer seine Farben aber fast im Alleingang im Spiel. Für ihren zweiten Treffer benötigte die SG jedoch gut zehn Minuten. Das insgesamt recht zerfahrene Spiel zeichnete sich auf beiden Seiten mit vielen ungenauen Torabschlüssen aus. In Minute 22 erzielten die Gastgeber den 6:6 Ausgleich. Bis zur Halbzeit konnte sich keines der beiden Teams absetzen. Ein Kempa-Versuch der Gäste wurde von den Schiedsrichtern Wieland/Griens mit dem Halbzeitpfiff als „abgestanden“ gewertet, sodass beim Stande von 9:9 die Seiten gewechselt wurden. Zu Beginn der zweiten Hälfte stellte Trainer Frank Sepp Claudius Baumann für Elias Kopp zwischen die Pfosten. Baumann sollte im weiteren Verlauf noch zum Faktor werden. Zunächst blieb das Spiel ausgeglichen und die SG hielt bis zum 12:12 Anschluss. Ein 0:3-Lauf für die Gäste besorgte jedoch das 12:15. HSG-Torwart Sven Köster hielt das ein oder andere Mal sehenswert und in der Defensive der SG Gutach/Wolfach taten sich nach und nach immer mehr Lücken auf. Auf Treffer von den Gastgebern hatten die Gäste nun postwendend eine Antwort. Mit einem weiteren 0:3-Lauf sah sich die SG einem 6-Torerückstand ausgesetzt und zehn Minuten vor Schluss hatte kaum ein Zuschauer noch einen Pfifferling auf das heimische Team gesetzt. Zu clever und selbstbewusst agierten die Gäste in dieser Phase. Mike Lehmann verkürzte über Linksaußen auf 17:22. Die HSG scheiterte nun sowohl am Gebälk als auch an Claudius Baumann und ließ somit die Gastgeber am Leben, welche nun langsam aber sicher nochmal Lunte rochen. Zwei weitere Treffer von Tom Moser und Rechtsaußen Felix Riedel besorgten das 19:22. Es waren noch fünf Minuten auf der Uhr und Gästetrainer Felix Radon sah sich zur Auszeit genötigt. Die Einheimischen waren jedoch nicht mehr zu stoppen. Per Tempotor durch Mike Lehmann wurde weiter verkürzt und als Claudius Baumann noch einen Strafwurf von Florian Schweda entschärfen konnte, bebte die Halle. Mit etwas Glück, einer personellen Überzahl und zwei unnachahmlichen Toren von Tom Moser fiel gut dreißig Sekunden vor Ende der 22:22 Ausgleich. Mit viel Einsatz wurde auch der letzte HSG-Angriff erfolgreich abgewehrt. Die kleine Sensation war perfekt! Dank hervorragender Moral hatte sich die Sepp-Sieben diesen Punkt verdient.

Für die SGGW: Kopp (1. HZ), Baumann (2. HZ); Brohammer (9/4), T. Moser (4), Lehmann (4), Riedel (3), Haas (2), Breithaupt, Schmider, Wöhrle, D. Moser, Kilgus, Hesse

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