SG Gutach/Wolfach

Gutach/Wolfach gewinnt Abstiegs-Thriller

SG Allensbach/Dettingen-Wallhausen : SG Gutach/Wolfach 25:26 (12:16)

Das war knapp. Das war wichtig! Um Haaresbreite ist die SG Gutach/Wolfach an der nächsten enttäuschenden Last-Minute-Niederlage vorbeigeschrammt. Wieder wurde eine deutliche Führung verspielt, wieder sah es in der Schlussminute nach einer weiten Reise ohne Punkte aus. Dann fasste sich Julian Brohammer ein Herz und sorgte sechs Sekunden vor Schluss für Jubelstürme und pure Erleichterung. Zuvor erlebten beide Lager, darunter die mitgereisten Trommler aus dem Schwarzwald, einen klassischen Abstiegskrimi mit vielen Aufs und Abs für beide Mannschaften.

Die erste Halbzeit gehörte dabei eindeutig den Gästen. Diesmal verschlief die Kronenwitter-Sieben den Anfang nicht und war gleich mitten drin im Spiel. Aber auch die Gastgeber vom Bodensee spielten munter mit, sodass die Partie bis zum 7:7 nach 13 Minuten ausgeglichen war. Danach folgten die besten Minuten der Gäste. Lukas Glunk erwehrte sich der offensiven Deckung gegen sich oder schaffte Räume für seine Nebenleute. Manuel Schmid und der gut aufgelegte Julian Brohammer waren zur Stelle, wenn Glunk ablegen konnte. Zudem brachte Nicolas Haas den gegnerischen Schlussmann mit Treffern aus den unmöglichsten Winkeln zur Verzweiflung. Hinten kam die SGGW-Defensive und Schlussmann Claudius Baumann immer besser ins Spiel. Das Ergebnis war ein starker Zwischensprint auf 8:14 bis zur 26. Minute. Florian Armbrüster verkürzte für die Hausherren zum 12:16 Halbzeitstand.

Wer die Saison der SG Gutach/Wolfach verfolgt hat wusste, dass diese Führung in dieser Saison keineswegs Bestand haben musste. Zu oft kam es zu unerklärlichen Einbrüchen in der zweiten Hälfte. So auch diesen Samstag in der Riesenbergsporthalle Allensbach. Die Gastgeber waren keineswegs gewillt, sich kampflos zu ergeben und nutzten die Gutach/Wolfacher Unzulänglichkeiten Anfang der zweiten Hälfte gnadenlos. Alexander Hänsel, Jörn Hammel und der beste Werfer der Gastgeber, Florian Armbrüster, warfen ihre Farben binnen weniger Minuten zum 17:17 Ausgleich und stellten die Partie damit wieder auf Anfang. Es entwickelte sich ein packender Krimi, in der die Anspannung auf beiden Seiten deutlich zu sehen war. Erwähnt werden muss dabei, dass die Partie weitestgehend sehr fair verlief, obwohl für beide Mannschaften viel auf dem Spiel stand. Bis zur 50. Minute konnten stets die Gäste vorlegen, doch Allensbach ließ sich meist durch Florian Armbrüster oder Alexander Hänsel nicht abschütteln. Dieser markierte auch die erste Führung für die Gastgeber in der 52. Spielminute (23:22). Als Brohammer für die SGGW per Siebenmeter scheiterte und Armbrüster auf 24:22 erhöhte, sah es düster aus für die Gäste. Doch das Kronenwitter/Wöhrle Team zeigte Moral und kämpfte sich durch Paraden von Baumann sowie Treffer von Tobias Aberle „Schüssele“ und Jens Dieterle wieder auf 24:24 heran. Armbrüster und Brohammer leiteten mit je einem weiteren Treffer zum 25:25 die heiße Schlussphase ein, in der es naturgemäß hektisch wurde. Durch eine unnötige Zeitstrafe gegen die Gäste schlug das Pendel Anfangs der Schlussminute deutlich in Richtung Gastgeber aus. Erst hielt Baumann den Punkt fest, danach scheiterten die Hausherren aus aussichtsreicher Lage. So erhielten die Gäste doch nochmal die Chance, das Ruder herumzureißen. In einer letzten Auszeit 22 Sekunden vor Schluss setzte Oliver Kronenwitter nochmal alles auf eine Karte und tauschte den Torhüter gegen einen sechsten Feldspieler, um die Unterzahl zu kompensieren. Der Mut wurde belohnt, als Julian Brohammer eine gute Leistung mit einem beherzten Treffer aus dem Rückraum zum 25:26 krönte. Der letzte verzweifelte Wurf der Hausherren ging drüber.

Endlich einmal konnte sich die SG Gutach/Wolfach auch in einer engen Schlussphase behaupten und die so wichtigen Punkte mit auf die lange Heimreise nehmen. Dass am Ende viel Glück im Spiel und auch eine Niederlage drin war, ist allen bei der SG bewusst. Aktuell darf sich kaum die Frage stellen, wie man die Punkte letztlich holt. Durch den Erfolg hält man Allensbach vorerst auf Distanz und Anschluss ans rettende Ufer.

Spielfilm: 0:1, 3:3, 5:7, 7:7, 8:14, 12:16; 12:17, 17:17, 20:20, 21:22, 23:22, 25:25, 25:26

SGA: Ledig, Amann; Mauz 1, Runge 2, Deggelmann, Weltin, B. Armbrüster, Allgaier 2, F. Armbrüster 13/4, Karrer 2, Hänsel 3, Hammel 2

SGGW: Baumann, Nattmann; Ressel, Aberle „Schüssele“ 3, Moser, Dieterle 1, Brohammer 7/0, Schmid 1, Mirco Lehmann, Glunk 8, Mike Lehmann, Haas 6

Fotos: Horst-Dieter Bayer

 

 

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