SG Gutach/Wolfach

SG unterliegt HU Freiburg

SG Gutach/Wolfach : HU Freiburg
Die abstiegsbedrohte SG Gutach/Wolfach unterlag auch dem zweiten Aufstiegskandidaten innerhalb einer Woche, zeigte aber auch in diesem Spiel eine gute Leistung. Fast identisch zur Vorwoche präsentierte sich das Team von Oliver Kronenwitter und Martin Wöhrle im Heimspiel gegen Klassenprimus HU Freiburg. Dabei wurde nicht nur der grobe Spielverlauf, sondern auch die positiven wie negativen Momente fast eins zu eins kopiert. Ein Déjà vu Erlebnis war auch der verschlafene Auftakt und schnelle 0:3 Rückstand gegen wache Gäste. Obwohl man vorm schnellen Umschaltspiel der Gäste gewarnt war, brauchten die Hausherren Zeit, sich an das druckvolle Spiel der Handball Union zu gewöhnen. Nach sechs Minuten trug sich auch die SG mit 1:3 erstmals in die Torfolge ein und spielte fortan besser mit. Vor allem die Defensive rund um Torhüter Claudius Baumann spielte nun konzentrierter mit und konnte die HU-Werfer einigermaßen auf Distanz halten. Gänzlich aus dem Spiel nehmen konnte man die extrem ballsichere und druckvolle Offensive der Gäste allerdings nie. Zu präzise zog Gerrit Bartsch auf der Spielmacherposition die Fäden und zu genau die „finalen Pässe“ auf Außenspieler und Kreisläufer. Ankreiden muss sich die SG-Defensive allerdings, die Rückraumschützen stets zu ungehindert zum Wurf kommen zu lassen. Während die Handball Union gefühlt zu leichten Treffern kam, musste sich die SG jeden eigenen Treffer hart erarbeiten. Gegen eine sehr offene Deckungsvariante taten sich die SG-Angreifer schwer, gefährlich zum Abschluss zu kommen. Immer wieder wurden Abschlüsse aus schlechtem Winkel erzwungen, die einfache Beute für HU-Schlussmann Fabian Krepper waren. Auch wenn der Favorit sich so immer wieder einen Vorsprung erarbeiten konnte, blieb die SG tapfer dran. Das zwischenzeitliche 5:11 (19.) und 8:12 (24.) konnte die SG durch eine engagierte Leistung noch einmal auf 10:12 verkürzen, verteilte danach aber wieder Geschenke und kassierte per Tempogegenstoß den 10:14 Halbzeitrückstand. Das in dieser Liga einmalige Umschaltspiel war auch diesmal für den ein oder anderen Nackenschlag zu Ungunsten der SG verantwortlich. Wirklich jeder noch so kleine Fehler wurde umgehend bestraft.
Nach Wiederanpfiff schien es der SG kurzzeitig zu gelingen, die eigenen Fehler abzustellen und die Gäste zu Unkonzentriertheiten zwingen zu können. Die Maßnahme, Gerrit Bartsch an die kurze Leine zu nehmen, zeigte zumindest kurzfristig Wirkung. Nach fünf Minuten war der Anschluss zum 14:16 hergestellt. Wie in so vielen Spielen zuvor versäumte es die Heimmannschaft, beste Gelegenheiten zum Anschlusstreffer zu nutzen. Statt also auf 15:16 oder wenig später 16:17 heranzukommen, musste man die Gäste wieder auf 16:20 davonziehen lassen. Auf Seiten des Tabellenführers gab es mehr Reserven, sodass man diesen einmal mehr wehrlos ziehen lassen musste und in sieben Minuten ohne eigenen Treffer deren vier kassierte und chancenlos mit 18:26 zurücklag (53.). Für die Mannschaft spricht, dass sie sich auch diesmal nicht hängen ließ. Obwohl auch im vierten Spiel in Folge keine Punkte in Aussicht waren, konnte die SG die 25:29 Niederlage im erträglichen Rahmen halten. In der aktuellen Form gibt es für die SG gegen eine Top-Mannschaft wie Freiburg kaum etwas zu holen. Für die Gäste, die mit Sicherheit auch noch Reserven im Tank hatten, war es ein klassischer Arbeitssieg im Schwarzwald. Die Entscheidung über die SG-Ligazugehörigkeit im kommenden Jahr wird in den kommenden Spielen fallen. Dafür hat man sich vor allem mit den Leistungen gegen Herbolzheim und Freiburg etwas Selbstvertrauen holen können. Bei der Auswärtspartie in Allensbach nach der Fastnachtspause ist die SG zum Siegen verdammt, um nicht schon vorzeitig mit der Bezirksklasse planen zu müssen.
Spielfilm: 0:3, 3:4, 4:5, 5:11, 8:12, 10:12, 10:14; 14:16, 15:17, 17:22, 18:26, 22:28, 25:29
SGGW: Heinkele, Nattmann; Ressel, Aberle „Schüssele“ 2, Moser, Tobias Lehmann, Schillinger 1, Brohammer 3/2, Schmid 2, Mirco Lehmann 1, Glunk 9, Mike Lehmann, Haas 7
HUF: Hagelkamp, Krepper; Schneider 7, Böhringer, Matosic 2, Luhr 1, Bartsch 1, Kuhn 2, Moldovan 2, Schmidberger 1, Winkler 3, Vogt 4/2, Bühler 6
Bilder: Horst-Dieter Bayer

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