SG Gutach/Wolfach

Katastrophale erste Halbzeit in Freiburg

HU Freiburg : SG Gutach/Wolfach 32:27 (19:12)

 

Gegen eine Top-Mannschaft aus Freiburg machte die SG Gutach/Wolfach vor allem in der ersten Halbzeit zu viele Fehler. Mit der Handball Union Freiburg, die mit drei Siegen in die Saison gestartet war, traf die SG dabei auf einen Gegner, der jede Unzulänglichkeit der Schwarzwälder konsequent bestrafte.

Spielmacher und einer der hochkarätigen Neuzugänge, Gerrit Bartsch, zog bei den Gastgebern clever die Fäden und setzte seine Nebenleute hervorragend ein. Die SG-Defensive brauchte ein paar Minuten, um sich auf die variablen Gäste einzustellen. Das Problem sollte aber an diesem Abend der Angriff der Schwarzwälder sein. Die gutstehende Abwehr der Hausherren zog der Offensive der SG zeitweise komplett den Zahn. Zu weit weg vom Tor kam die Stärke aus dem Rückraum rund um Manuel Schmid und Lukas Glunk nur selten zum Tragen und die Mannschaft wurde ein ums andere Mal zu einfachen Fehlern gezwungen. Diese nutzte die Handball Union mit traumwandlerischer Effizienz eiskalt aus. Zu Beginn konnten die Gäste das hohe Tempo noch mitgehen und blieben bis zum 3:3 durch Mike Lehmann dran, ehe sich die Klasse der Union nach und nach auch an der Anzeigetafel zeigte. Wie das Kaninchen vor der Schlange spielte die SG den Gastgebern voll in die Karten und lud förmlich zum Kontern ein. Binnen weniger Minuten setzten sich die Gastgeber auf 9:4 ab. Während die erste Halbzeit der Gäste katastrophal war, lief bei den Hausherren alles zusammen. Neuzugang Felix Bühler von der SG Köndringen/Teningen kam zu seinem ersten Einsatz und knallte erst mal zwei Kracher aus dem Rückraum unter die Latte des SG-Tores. Ansonsten musste seine Mannschaft sich gar nicht viel mit lästigem Positionsangriff aufhalten, sondern konzentrierte sich ganz auf die präzise vorgetragenen Konter. Mit 19:12 ging es mit einem hohen Rückstand in die Kabine.

 

Nach der Pause zeigte das Team von Oliver Kronenwitter und Martin Wöhrle Moral. Die offene Deckung wurde nun durch mehr Arbeit über die Außenpositionen und den Kreis überwunden, die eigenen Fehler und damit die Kontertore der HUF deutlich reduziert. Die SG war nun im Spiel und zeigte, dass sie auch gegen eine Top-Mannschaft mithalten kann. Innerhalb von drei Minuten war mit 19:15 der Anschluss wiederhergestellt. Der junge Tom Moser fügte sich gut ins Spiel der SG ein und zeigte viel Drang zum Tor und gute Übersicht. Die Gastgeber verloren nach der unglücklichen Verletzung von Felix Vogt bei einer Abwehraktion etwas den Faden und konnten ihre Stärke nicht mehr so häufig ausspielen. Tor um Tor knabberten die Gäste vom Rückstand ab. Die beiden Tobias Aberle übernahmen Verantwortung und spätestens beim 21:20 in der 37. Minute durch Mike Lehmann war wieder alles möglich. Leider brachte sich die SG immer wenn sie wieder dran war durch überhastete Abschlüsse oder Abspielfehler selbst um den Lohn der Aufholjagd. Die Gastgeber behielten die Nerven und konnten sich im Positionsangriff auf Spielmacher Gerrit Bartsch, Philipp Vogt und Marius Schneider verlassen. Neun Minuten vor dem Ende kam die SG ein letztes Mal auf zwei Tore heran (28:26), danach war aber die Luft raus und die Hausherren bauten ihren Vorsprung routiniert und souverän aus. Am Ende war die Hypothek aus einer schwachen ersten Halbzeit deutlich zu hoch, um einer zweifelsohne um den Titel mitspielenden Handball Union gefährlich werden zu können. Dennoch hat sich Gutach/Wolfach am Ende noch gut aus der Affäre gezogen und eine starke zweite Hälfte gespielt. In der kommenden Woche gegen Allensbach müssen aber unbedingt wieder Punkte her.

 

Spielfilm: 3:3, 9:4, 13:6, 19:11, 19:12; 21:20, 24:21, 27:25, 28:26, 32:26, 32:27

 

HUF: Schneider 4, Böhringer 2, Matosic, Pesch, Bartsch 4, Kuhn 6, P. Vogt 10/1, Schmidberger 1, Winkler 1, F. Vogt, Krepper, Bühler 4, Hagelskamp

 

SGGW: Baumann, Heinkele; Ressel, Aberle „Schüssele“ 3, Weber, Schillinger, Moser 1, Brohammer 6/3, Schmid 2, Mirco Lehmann 1, Glunk 2, Aberle „Staigerbauer“ 6, Mike Lehmann 4, Haas 2

 

Bilder: Horst-Dieter Bayer

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