SG Gutach/Wolfach

Derby-Rückspiel geht an Hornberg/Lauterbach/Triberg

SG Hornberg/Lauterbach/Triberg : SG Gutach/Wolfach 31:28 (14:12)

Hornberg/Lauterbach/Triberg entscheidet Derby für sich

Beim Schwarzwaldderby in Hornberg musste die SG Gutach/Wolfach die zweite ernüchternde Niederlage in Folge einstecken. Wie schon im Hinspiel war das Interesse am Spiel riesig, die Hornberger Sporthalle war bis zum letzten Platz gefüllt und die Stimmung eines Derbys würdig. Vor allem die erste Halbzeit war dann auch was die Spannung und den offenen Schlagabtausch betrifft beste Werbung für den Handball in der Region.

Die Gäste mussten ohne ihren privat verhinderten Spielmacher und Abwehrchef Manuel Schmid auskommen, was sich im Verlaufe der Partie als großes Handicap herausstellen sollte. Im Hinspiel stand er mit einer Wadenverletzung zumindest in der Abwehr zur Verfügung. Unerwartet von einer Muskelverletzung genesen war aber dafür Stefan Staiger wieder im Kader. Anders als im Hinspiel ließen sich beide Teams von der Kulisse von rund 400 Zuschauern kaum beeindrucken und begannen konzentriert und effizient. Matthias Langenbacher sowie Jan und Felix Moosmann auf Seiten der Gastgeber, Lukas Glunk auf Seiten der Gäste sorgten für ausgeglichene erste Minuten und eine ständig wechselnde Führung. Mit zunehmender Spieldauer machte sich das Fehlen des Kopfes der SGGW bemerkbar. Zu statisch das Spiel nach vorne und zu nachlässig in der Abwehr. Zum genannt torgefährlichen Trio gesellte sich zur Mitte der Halbzeit HLT-Spielmacher Lars Kienzler mit seinen gefährlichen Schlagwürfen und ein hervorragend aufgelegter Andreas Moosmann im Tor der Gastgeber. Lukas Glunk und Tobias Aberle „Schüssele“ hatte es die Gäste-Spielgemeinschaft zu verdanken, nicht schon früher den Anschluss zu verlieren. Nichtsdestotrotz erspielten sich die Hausherren zum Ende der Halbzeit einen 12:10 Vorsprung, den sie mit 14:12 in die Pause retteten.

Direkt nach Wiederanpfiff folgte wie im Hinspiel die entscheidende Phase der Partie, diesmal allerdings zu Ungunsten der SG Gutach/Wolfach. Nicky Wingerter hatte seine Defensive nun besser auf Lukas Glunk eingestellt, sodass dieser weitestgehend abgemeldet war. Dass es dabei zum Teil überhart zuging, war wohl der Derbyatmosphäre geschuldet und wohl, da auf beiden Seiten zu beobachten, gerade noch im Rahmen. Allerdings machte sich in dieser Phase das Fehlen von Manuel Schmid bemerkbar. Die SG suchte ihr Glück nun durch überhastete Abschlüsse und schoss entweder daneben oder die Bälle wurden leichte Beute des weiterhin gut aufgelegten HLT-Torhüters Moosmann. Unter anderem verwarfen die Gäste drei Siebenmeter in der entscheidenden Phase. Durch drei kuriose Auslegungen der Schritte Regel durch das Schiedsrichtergespann binnen weniger Minuten ließ sich das Gästeteam zusätzlich verunsichern und verlor kurzzeitig gänzlich den Faden. Eine Schwächephase, die die Gastgeber eiskalt nutzten, um den Vorsprung auf 22:16 auszubauen. Diese Hypothek war diesmal zu hoch für die Gäste. Letztlich machte Hornberg/Lauterbach/Triberg in dieser Partie kaum Fehler, wollte den Sieg einfach etwas mehr als die Gäste und brachte die Partie über eine zwischenzeitliche 28:21 Führung souverän über die Zeit. Schöne Treffer zum Abschluss durch Rechtsaußen Mathias Klotz und Tobias Aberle vom Kreis kamen zu spät und sorgten allenfalls für Ergebniskosmetik bei der unnötigen aber leistungsgerechten 31:28 Auswärtsniederlage. Während die Hausherren die verdienten und wichtigen zwei Punkte gegen den Abstieg feierten, herrschte bei den Gästen Frust. Erstmals in dieser Saison hat man zweimal in Folge verloren und muss nun nochmal einen Gang zulegen, um eine starke Saison vernünftig über die Ziellinie zu bringen. Mit dieser Leistung wird es auch in zwei Wochen im nächsten Derby schwer, den dritten Platz im direkten Vergleich mit der SG Schenkenzell/Schiltach zu verteidigen.

Das weiß auch SGGW-Coach Oliver Kronenwitter, der nach der Partie erst mal die tolle Unterstützung von der Tribüne lobte. Allerdings bemängelte er die Torausbeute und den vermissten unbedingten Siegeswillen seiner Mannschaft. „Mit über 20 Fehlwürfen, davon 15 komplett frei, kann man kein Spiel gewinnen – zumal wir ohne Abwehr gespielt haben! Hornberg war zwar hinten ebenso anfällig, hat aber seine Chancen genutzt.“ An sein Team appelliert er für die noch ausstehenden Spiele: „Wir müssen aufpassen, dass wir uns das bis jetzt Erarbeitete nicht kaputt machen. Noch sind wir im absolut grünen Bereich.“

Sein Gegenüber Nicky Wingerter interpretierte den Ausgang des Derbys naturgemäß etwas euphorischer: „Heute hat meine Mannschaft ab der ersten Minute gebrannt und war mit Herz bei der Sache. So kann man auch den Tabellendritten schlagen. Es war über 60 Minuten spürbar, dass wir den Sieg mehr wollten als die SG Gutach/Wolfach.“ (Zitat-Quelle: Offenburger Tageblatt v. 26.03.2018)

Bleibt von Seiten der SG Gutach/Wolfach eigentlich nur noch, sich einmal mehr bei allen Fans und dem Trommlerteam für die Unterstützung zu bedanken und auf ebenso gute Stimmung in zwei Wochen zu hoffen. Matthias Langenbacher von der SG HLT wünschen wir gute Besserung!

Spielfilm: 0:2, 3:2, 7:7, 7:8, 12:10, 14:12; 15:14, 19:15, 22:16, 25:20, 29:22, 31:26, 31:28

Hornberg/Lauterbach/ Triberg: Frank Ecker, Andreas Moosmann (beide Tor); Maurizio Fabiano, Jan Moosmann (3), Felix Moosmann (2), Robin Moosmann (5), Maximo Schaumann, Benedikt Molligtor, Sascha Staiger (2), Matthias Langenbacher (7/2), Lars Kienzler (4), Thomas Kuner (5), Dennis Arnold (3), Bruno Kürner

Gutach/ Wolfach: Claudius Baumann, Simon Heinkele; Jerome Ressel, Stefan Staiger, Tobias Aberle »Schüssele« (8), Jens Dieterle (1), Philip Schillinger, Julian Brohammer (4/2), Mathias Klotz (4), Lukas Glunk (7), Tobias Aberle »Staigerbauer« (1), Mike Lehmann, Nicolas Haas (3/1)

Bericht der Gastgeber:

OT26032018

Bilder von Horst-Dieter Bayer

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