SG Gutach/Wolfach

Herren I unterliegen Freiburg im Topspiel

HSG Freiburg : SG Gutach/Wolfach 38:28 (17:11)

Die SG Gutach/Wolfach musste die Rückreise vom Tabellenführer HSG Freiburg ohne Zählbares im Gepäck antreten. Dabei gingen die Punkte verdient an die deutlich bessere Mannschaft dieses Abends, auch wenn die 28:38 Niederlage dann doch ein paar Tore zu deutlich ausfiel.

Schon am Samstagmorgen war klar, dass es ganz schwer werden würde für das Team von Oliver Kronenwitter und Martin Wöhrle. Mit Lukas Glunk lag eine der wichtigsten Offensivkräfte mit Fieber im Bett und stand der SG nicht zur Verfügung. Auch Manuel Schmid wollte die restliche Saison nicht gefährden und stand mit seiner Wadenverletzung erneut nur in der Abwehr zur Verfügung. Obwohl auch die Gastgeber einige Ausfälle, darunter ihren Spielmacher Maik Wiggenhauser, zu verkraften hatten, hatten sie vor allem im Rückraum deutlich mehr Alternativen. Bei den Gästen begann Tobias Aberle „Schüssele“ auf der für ihn ungewohnten Spielmacherposition. Vor guter Kulisse und zahlreichen mitgereisten Fans konnten die Schwarzwälder die Anfangsminuten offen gestalten. Matthias Klotz brachte die SG in Führung, zweimal Jonathan Müller den Hausherren das 2:1. Bis zum 3:3 nach sieben Minuten war es ausgeglichen, ehe die Freiburger langsam aber sicher das Zepter in die Hand nahmen. Wie schon im Hinspiel fehlten der SG die spielerischen Mittel, um die kompakte Defensive der HSG und ihren starken Schlussmann Markus Lais zu überwinden. Diesen Umstand kann man mit den prominenten Ausfällen erklären. Was allerdings schwieriger zu erklären ist, ist die schwache Abwehrleistung. Viel zu einfach kamen die gefährlichen Rückraumschützen der Breisgauer zu Treffern, wurden kaum oder zu spät angegangen. Ohne Hilfe ihrer Vorderleute konnten auch die beiden Torhüter im SG-Tor nicht verhindern, dass Freiburg Tor um Tor davonzog. Dass der Tabellenführer bis zur 28. Minute auf 17:10 vorlegte, darf aber nicht nur den Defiziten in der Gästeabwehr zugeschrieben werden. Die Freiburger spielten in dieser Phase auch richtig guten Handball und schlossen ihre Angriffe konzentriert, konsequent und mit Präzision ab. Nicht nur Neuzugang Hannes Kurz überzeugte in den Reihen der Hausherren. Christoph Muy, Moritz Faßbinder und Jonathan Müller zeigten ebenfalls eine starke Offensivleistung. Mit 17:11 für Freiburg wurden die Seiten gewechselt.

Auch nach der Pause hatte die HSG die Partie unter Kontrolle. Beim 20:12 nach 34 Minuten glaubte kaum noch jemand an eine Überraschung. Doch tatsächlich brachte ein Torhüterwechsel der Gastgeber nochmal eine Spur Spannung in das Topspiel, das dieser Bezeichnung leider nicht gerecht wurde. Zwischen der 34. und 42. Minute bäumten sich die Gäste nochmal auf und verkürzten auf 23:20 und wenig später auf 26:23. Mike Lehmann, Julian Brohammer und Matthias Klotz nutzten die Verschnaufpause des starken HSG-Torhüters Markus Lais und plötzlich war auch die Abwehr der Schwarzwälder wach. Doch die Hypothek aus den ersten 35 Minuten war letztlich zu groß und die Gastgeber zu abgeklärt, um nochmal Hoffnung bei den mitgereisten Fans aufkeimen zu lassen. Souverän legte die HSG wieder eine Schippe drauf und brachte mit Lais zwischen den Pfosten auch wieder die nötige Stabilität in die Defensive. Am Ende gingen der SG dann doch noch die Kräfte aus, sodass die HSG leichtes Spiel hatte, den Vorsprung über Konter bis zum Endstand von 38:28 auszubauen. Für die Gäste bedeutete dieser erste Punktverlust nach sieben Spielen keineswegs einen Weltuntergang. Die HSG war in beiden Aufeinandertreffen die deutlich bessere Mannschaft und steht verdient wieder allein auf Platz eins. SG-Trainer Oliver Kronenwitter bedauerte, dass seine Mannschaft ihr volles Potenzial niemals ausschöpfen konnte an diesem Abend, zeigte sich aber beeindruckt von der herausragenden Fanunterstützung auch beim Auswärtsspiel. Nun gilt es, in der dreiwöchigen Spielpause alle wieder fit zu bekommen für die wichtige Aufgabe gegen Ringsheim.

Spielfilm: 0:1, 2:1, 3:3, 10:4, 12:8, 16:9, 17:11; 20:12, 23:20, 26:23, 31:24, 38:28

HSG: Lais, Kneißl; Sauer, Stecher, Klein, Muy 8, Kirchner 2, Schaber 1, Faßbinder 10/5, Motz 6/3, Müller 7, Kurz 4, Leupolz

SGGW: Baumann, Heinkele; Ressel, Staiger 1, Aberle „Schüssele“ 3, Weber 3, Schillinger 1, Pranic, Brohammer 9/4, Schmid, Klotz 7, Aberle „Staigerbauer“ 2, Lehmann 2, Haas

Fotos: Horst-Dieter Bayer

AberleTobiasSchuesseleSGGW

AberleTobiasSchuesseleSGGW02

BrohammerJulianSGGW

BrohammerJulianSGGW02

HaasNicolasSGGW

KlotzMatthiasSGGW

AberleTobiasStaigerbauerSGGW

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