SG Gutach/Wolfach

SG überzeugt auch gegen Herbolzheim

SG Gutach/Wolfach : TV Herbolzheim 29:24 (15:9)

Der Lauf der SG Gutach/Wolfach geht ungebrochen weiter. Auch im Heimspiel gegen den wiedererstarkten TV Herbolzheim gaben sich die Männer von Oliver Kronenwitter und Martin Wöhrle keine Blöße und gewannen hochverdient ihr achtes Saisonspiel mit 29:24.

Die Gastgeber begannen ihr erstes Heimspiel in Gutach selbstbewusst und trotz einiger angeschlagener Akteure fast in Bestbesetzung, doch auch der TVH war von Anfang an hellwach. Die ersten beiden Führungen durch Lukas Glunk glichen die Gäste durch Niklas Pommeranz und Kreisläufer Dominik Klausmann aus. Dann erarbeitete sich die SG aus einer bärenstarken Defensive heraus eine leichte Feldüberlegenheit. Das Zusammenspiel zwischen Block und Torhüter Claudius Baumann wurde immer besser, die gefürchteten Rückraumwürfe von Niklas Pommeranz wurden gekonnt entschärft. Kurzfristig konnte das Trainergespann mit Stefan Staiger einen erfahrenen Abwehrrecken aus dem Ruhestand gewinnen, der ohne Training mehr als ein Backup für den angeschlagenen Tobias Aberle „Schüssele“ war. Vorne nutzte man das passive Abwehrverhalten der Herbolzheimer Defensive und kam anfangs überwiegend durch Lukas Glunk, später auch durch Manuel Schmid zu Toren aus dem Rückraum. Vom Siebenmeterpunkt zeigte sich Julian Brohammer souverän und verwandelte alle sechs Versuche. Nach zwölf Minuten lagen die Hausherren erstmals mit vier Toren in Front (7:3), wenig später sah sich TVH-Coach Reif zu einer Auszeit gezwungen. Kurzzeitig stellte sich seine Abwehr besser auf die Werfer der Schwarzwälder ein. Das Verletzungspech blieb den Gästen auch in dieser Partie treu. Benjamin Gremmelspacher erzielte den 10:8 Anschlusstreffer, musste aber im Anschluss verletzt raus. Beim 10:9 durch Herbolzheims besten, David Knezovic, war der Anschluss wiederhergestellt und die SG daran erinnert, dass es noch ein langer Weg bis zum Heimsieg werden würde. Herbolzheims Keeper Daniel Walter hatte Lukas Glunk besser ausgeschaut. Doch die aktuelle Qualität der SG beruht auf vielen Säulen. So übernahm Manuel Schmid in dieser Phase mehr Verantwortung und brachte die SG wieder mit 12:9 in Front. Kurz vor der Pause narrte Glunk die gesamte TVH-Abwehr bei drohendem Zeitspiel mit einem perfekten Abspiel an den Kreis. Tobias Aberle „Schüssele“ verwandelte souverän zum 14:9. Den folgenden Siebenmeter durch Herbolzheims Florian Troxler entschärfte Simon Heinkele mit vollem Körpereinsatz, sodass wiederum Tobias Aberle „Schüssele“ die komfortable 15:9 Führung zur Halbzeit erzielen konnte. Die SG war nach einem starken Finale der ersten Halbzeit auf einem guten Weg.

In der zweiten Halbzeit versuchte TVH-Trainer Mario Reif, den Spielfluss der Gastgeber mit einer doppelten Manndeckung entscheidend zu stören. Richtig Wirkung zeigte diese Maßnahme jedoch nicht. Stattdessen wurden dann eben die Außenspieler besser in Szene gesetzt und nutzten ihre größeren Räume souverän. Symptomatisch für die aktuelle Tabellensituation war das Glück dabei in einigen Momenten dem Tabellenzweiten eher hold, als dem aktuell Vorletzten. Insgesamt verfügten die Hausherren aber an diesem Abend über die reifere Spielanlage und das größere Selbstvertrauen in schwierigen Situationen. Nach 38 Minuten führte Gutach/Wolfach mit 21:13 und war klar auf der Siegerstraße. Mit der komfortablen 25:16 Führung im Rücken und nach einigen Spielerwechseln gönnten sich die Hausherren eine kleine Verschnaufpause und ließen im Angriff die nötige Konsequenz vermissen. So erzielte Rechtsaußen Mathias Klotz zwar per Dreher den ansehnlichsten Treffer des Abends, doch ansonsten wurde in dieser Phase zu viel liegengelassen. Die Gäste spürten sofort, dass die SG nicht mehr hundertprozentig bei der Sache war und warf noch einmal alles in die Waagschale. Nicht mehr konsequent verteidigt wurde es innerhalb von nur fünf Minuten nochmal spannend. Vor allem David Knezovic hatte sich noch nicht mit der Niederlage abgefunden und warf sein Team wieder auf 25:21 heran. Kronenwitter nahm die Auszeit und brachte sein Team für das Finale wieder in die Spur. Nicolas Haas und Julian Brohammer übernahmen Verantwortung und sorgten für die endgültige Entscheidung. Am Ende war der 29:24 Sieg hochverdient und die starke Saison der SG geht auch gegen den letztjährigen Vizemeister weiter. Sonderlob neben einer wieder einmal überragenden Mannschaftsleistung hatte laut zufriedenem Coach Oliver Kronenwitter Spielmacher Manuel Schmid verdient, der mit seiner Cleverness, Übersicht und starken Abwehrleistung einmal mehr großen Anteil am konstanten Auftritt seiner Farben hatte.

Spielfilm: 1:0, 2:2, 5:3, 7:3, 9:5, 10:9, 15:9; 16:9, 18:11, 22:14, 24:15, 25:16, 25:21, 27:22, 28:23, 29:24

SGGW: Baumann, Heinkele; Aberle „Schüssele“ 2, Staiger, Schillinger, Pranic 2, Brohammer 6/6, Schmid 4, Klotz 1, Glunk 8, Aberle „Staigerbauer“ 1, Lehmann 1, Haas 4

TVH: Minder, B. Pommeranz, Troxler 2/2, N. Pommeranz 4, Klausmann 4, Guth 1, Klomfaß, Michael Brandt, Manuel Brandt, J. Pommeranz 2, L. Gremmelspacher, Knezovic 10/2, B. Gremmelspacher 1, Walter

Schiedsrichter: Papke, Flaig (TV St. Georgen Schwarzwald)

Bilder: Horst-Dieter Bayer

 

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