SG Gutach/Wolfach

Gebrauchter Tag für Herren I in Ringsheim

TuS Ringsheim : SG Gutach/Wolfach 26:17 (13:8)

Es gibt Tage, da läuft einfach alles gegen einen. Einen solchen hat die SG Gutach/Wolfach am Sonntag beim TuS Ringsheim erwischt und wieder einmal ein Auswärts- und Sonntagsspiel verloren. 17 eigene Treffer reichen einfach nicht aus, um in der Landesliga Spiele zu gewinnen, so realistisch und selbstkritisch muss man sein. Vor allem was die Offensivleistung angeht, war das aus Gästesicht deutlich zu wenig. Allerdings hatten die SG auch über 60 Minuten nicht nur mit den stark aufspielenden Gastgebern zu kämpfen, sondern fühlten sich auch in Schlüsselszenen von den beiden Unparteiischen benachteiligt. Beinahe alle kniffligen Entscheidungen gingen zu Gunsten der Heimmannschaft aus.

Mit der Gewissheit, dass es beim heimstarken TuS Ringsheim nicht leicht werden würde, mussten die Schwarzwälder auch noch im Rückraum auf Lukas Glunk verzichten. Entsprechend dünn waren die Alternativen für das Trainergespann Haas und Wöhrle, zumal Julian Brohammer nach der Verletzungspause noch immer nach seiner starken Hinrundenform sucht. Die Gastgeber traten wie schon im Hinspiel spielerisch kompletter auf und hatten mit Dominik Klausmann einen starken Kreisläufer in ihren Reihen, der von seinen Mitspielern immer wieder gesucht und gefunden wurde. Die Abwehr der Gäste ließ sich ein ums andere Mal zu weit auseinanderziehen und konnte nicht an die starke Leistung der ersten Wochen im Jahr 2017 anknüpfen. Man war mit dem Kopf nicht bei der Sache. Allerdings ließ das Schiedsrichtergespann auch beim Platz schaffen am Kreis, Klammern, Trikotziehen und in den Wurfarm greifen eine klare Linie vermissen und bewertete identische Situationen auf beiden Seiten konsequent unterschiedlich. Nicht nur die SG hatte einen schwachen Tag erwischt! Statt sich aufs Handballspielen zu konzentrieren, haderten die Gäste mehr und mehr mit Entscheidungen und ließen die Gastgeber früh auf 5:1 davonziehen. In der Abwehr zu unentschlossen und vorne zu harmlos machte man es den Gastgebern leicht, den Vorsprung zu halten. Hinzu kam noch Pech mit Pfostenschüssen und Abprallern, sodass die erste Halbzeit klar mit 13:8 an den TuS Ringsheim ging.

Auch in der zweiten Hälfte hatte die Haas/Wöhrle Sieben wenig entgegenzusetzen und konnte den Rückstand nicht nennenswert reduzieren. Symptomatisch für den gesamten Spielverlauf war die 39. Spielminute. Manuel Schmid hatte gerade auf 15:11 „verkürzt“ und Claudius Baumann im SG-Tor parierte einen Strafwurf von Gabriel Kaufmann. Ein Ringsheimer Angreifer reagierte schneller, schnappte sich den Ball und konnte wieder nur siebenmeterwürdig gestoppt werden. Baumann blieb wieder Sieger gegen Kaufmann, doch letzterer kam erneut an den Ball und netzte zum 16:11. Das erste und letzte magere Aufbäumen der Gäste war schon wieder vorbei und es machte sich Resignation breit. Der TuS Ringsheim spielte geduldig sein Spiel weiter und fuhr am Ende einen verdienten 26:17 Heimsieg ein. Für die SG war es die dritte Niederlage in Folge und die Saison droht, am Ende erneut unnötig negativ auszuklingen. Im Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten aus Singen in zwei Wochen muss man in allen Mannschaftsteilen wieder einen Gang zulegen, um nochmal gewinnen und zumindest Platz zehn sichern zu können.

Spielfilm: 2:0, 5:1, 10:4, 12:6, 13:8; 15:11, 21:14, 26:17

TuS: Chaloupka, Ohnemus, Feist 2, G. Kaufmann 5/2, Buchmiller, Ribsam, Kölblin, S. Kaufmann 3, God 1, Motz 1, Eder 5, Klausmann 4, Stöcklin 5/3

SG: Baumann, Heinkele; Ressel, Aberle (Schüssele) 3, Weber 1, Lauterbach, Pranic 2, Brohammer, Schmid 3, Aberle (Staigerbauer) 2, Lehmann 4, Haas 2

 

Bilder von Horst-Dieter Bayer

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