SG Gutach/Wolfach

SG I kämpft sich ins Spiel zurück

TV Pfullendorf : SG Gutach/Wolfach 25:25 (17:11)

SG kämpft sich zurück

Das war knapp. Nicht viele hätten nach 30 Minuten noch auf einen Erfolg der Gäste gewettet, doch die SG kam unter schwierigen Bedingungen noch einmal zurück und hatte am Ende sogar die Chance, die Partie noch zu gewinnen.

Der erste Durchgang jedoch war für alle Handballfans zum Abgewöhnen. Enttäuscht mussten die mitgereisten Trommler, die in der Pfullendorfer Sporthalle zuweilen für Heimspielatmosphäre sorgten, mit ansehen, wie ihre Mannschaft überhaupt nicht ins Spiel kam. Mit dem absoluten Haftmittelverbot kamen die Gäste traditionell überhaupt nicht zurecht. Vor allem die gefährliche Rückraumachse konnte ihre Trümpfe kaum ausspielen, da ihre Würfe wenig platziert und häufig leichte Beute für den gegnerischen Torhüter waren. Zudem ging Jens Gudelius immer noch angeschlagen in die Partie. Die Hausherren kamen mit dem Spielgerät deutlich besser zurecht, brauchten aber selbst vier Minuten für den ersten Treffer. Die SG erzielte ihr erstes Tor zum 3:1 nach einem halben Dutzend Fehlversuchen erst nach fast acht Minuten. Kurzzeitig kam die SG besser ins Spiel und konnte auf 5:4 verkürzen. Allerdings zeigte sich die Defensive ein ums andere Mal nicht auf der Höhe und ließ die Gastgeber immer wieder durchbrechen oder den Kreis anspielen. Harzverbot hin oder her, für die Defensivarbeit in Halbzeit eins war das keine Entschuldigung! Pfullendorf nutzte die Unzulänglichkeiten der Schwarzwälder weiterhin eiskalt aus. Die Rückraumspieler Hoan Luu Duc und Felix Staudacher machten Druck auf die SG-Abwehr und konnten entweder selbst durchgehen, Außenspieler oder Kreis in Szene setzen oder wurden siebenmeterwürdig gestoppt. Binnen weniger Minuten zogen die Hausherren auf 16:8 davon. Bis zur Pause konnten die Gäste allerdings durch zwei gut herausgespielte Tempogegenstöße auf 17:11 verkürzen und damit minimale Hoffnung am Leben erhalten.

Nach dem Seitenwechsel bekamen die Zuschauer ein anderes Auftreten ihrer Teams zu Gesicht. Bei der SG klappte noch immer lange nicht alles. Aber der Kampfgeist stimmte nun. So leicht wollte man es dem Gastgeber nach der ohnehin schon ärgerlichen Hinspielniederlage auch nicht machen. Mittlerweile hatte sich die Dieterle-Sieben auf die Widrigkeiten im Offensivspiel eingestellt und kam besser damit klar. Ausschlaggebend für die kaum noch für möglich gehaltene Aufholjagd war aber einmal mehr die deutlich bessere Abwehrarbeit auf Seiten der Gäste. Schneller auf den Beinen und etwas offensiver konnte man die Kreise der Pfullendorfer nun deutlich effizienter einengen und nutzte die Ballgewinne zu den vermeintlich einfachen Kontertoren. Zudem zeigte sich Nicolas Haas einmal mehr von seiner treffsicheren Seite und übernahm nicht nur von der Siebenmeterlinie Verantwortung. Die Gastgeber begannen zu hadern und überhastet abzuschließen. Bereits in der 38. Minute hatten die Gäste den Anschluss zum 20:18 wiederhergestellt. Noch schaffte es der TVP, sich vor allem durch Treffer von Manuel Scheitler immer wieder etwas Luft zu verschaffen. Nach mehreren gescheiterten Versuchen konnte die SG erst nach 54 Minuten erstmals ausgleichen und damit eine hoch dramatische Schlussphase einläuten. Hoan Luu Duc traf ebenfalls per Strafwurf zur 25:24 Führung, die aber über zwei Minuten vor dem Ende erneut von Haas egalisiert wurde. Er behielt auch bei seinem siebten Siebenmeter die Nerven und bescherte seinen Farben mit seinem insgesamt 11. Treffer immerhin einen Punktgewinn. Da am Ende beide Mannschaften noch sehr gute Chancen hatten, das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden, muss man auch bei der SG am Ende mit dem Punkt zufrieden sein. Schließlich hatte man es über 60 Minuten nicht einmal geschafft, in Führung zu gehen. Mut macht der Kampfgeist nach der desolaten ersten Hälfte, auch wenn unterm Strich in beiden Spielen gegen Pfullendorf mehr als nur ein Punkt drin gewesen wäre.

Spielfilm: 3;0, 3:1, 5:1, 5:4, 9:4, 13:6, 14:8, 17:11; 17:13, 19:14, 20:18, 23:20, 24:24, 25:24, 25:25

TVP: Lehmann 3, Luu Duc 6/3, Brändlin 2, Rebholz, Kempf 1, Abberger 2, Huenges, Burkert, M. Scheitler 8/1, Yaren, T. Scheitler, Staudacher 3/2

SGGW: Baumann, Heinkele; Staiger, Aberle „Schüssele“ 3, Lauterbach, Moosmann 2, Gudelius 1, Brohammer, Schmid 4, Aberle „Staigerbauer“, Lehmann 3, Haas 11/7

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