SG Gutach/Wolfach

SG Gutach/Wolfach holt in Schopfheim nur einen Punkt

HSV Schopfheim : SG Gutach/Wolfach 33:33 (15:16)

Wenn der SG Gutach/Wolfach in ihrem ersten Jahr eins fehlt, dann ist das Konstanz. Teils unerklärlich sind die Leistungsschwankungen während einer Partie. Im Auswärtsspiel beim HSV Schopfheim knüpfte die SG erst an die gute Leistung aus dem Derby an, nur um dann vollkommen den Faden zu verlieren und am Ende noch fast glücklich mit dem einen Punkt sein zu müssen.

Nach fast zweistündiger Fahrt kamen die Gäste endlich einmal gut aus den Startlöchern und arbeitete sich sechs astreine Chancen heraus. Zum Leidwesen von Gästetrainer Uwe Dieterle waren von diesen aber nur zwei drin. Teils neben das Tor, teils in die Arme des Keepers, so lautete das ernüchternde Fazit nach sechs Minuten. Aber auch die Abwehr war von Anfang an hellwach und ließ kaum Treffer der Hausherren zu. Mit der 2:6 Führung nach zehn Minuten konnten die Gäste eigentlich gut leben, auch wenn die Führung mindestens doppelt so hoch hätte ausfallen müssen. In diesem Fall wäre die Partie wohl schnell entschieden gewesen. Stattdessen lieferte die SG in den Folgeminuten ein Lehrbeispiel, wie man einen Gegner aufbaut und ein Spiel vollkommen aus der Hand gibt. Die Gastgeber merkten schnell, dass durch die kompakt stehende Gästeabwehr nur schwer durchzukommen war und versuchte ihr Glück in der Anfangsphase in verdeckten Würfen aus dem Rückraum. Nachdem diese immer häufiger den Weg ins Tor fanden, wurden die HSV-Angreifer mutiger. Angriff für Angriff stieg das Selbstvertrauen der Gastgeber und die Verunsicherung bei den Gästen aus dem Schwarzwald, die es versäumten, die Werfer rechtzeitig anzugehen. Zudem war die Rückwärtsbewegung in dieser Phase des Spiels mangelhaft. Da nach vorne weiterhin die besten Chancen ausgelassen wurden, fielen nun die Fehler in der Defensive noch mehr ins Gewicht. Nach 20 Minuten hatten es die Gäste geschafft, den Vorsprung gänzlich zu verspielen. Beim 10:11 war nicht nur der Kampfgeist der Hausherren, sondern auch das Heimpublikum erwacht. Diese Situation hatte die ohnehin auswärtsschwache SG unbedingt vermeiden wollen und zeigte fortan immer deutlicher Nerven. Den zweimaligen Ausgleich durch Carl Bühler und Marco Brüstle konnten die Dieterle-Schützlinge bis zur knappen 15:16 Halbzeitführung noch einmal kontern.

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie dann vollends zu Gunsten der Schopfheimer. Felix Lay besorgte mit einem 20:18 die erste zwei Tore Führung und die Halle stand nun natürlich Kopf. Die SG-Akteure überboten sich nun gegenseitig im Auslassen bester Chancen und auf der anderen Seite bekam man die HSV-Akteure einfach nicht mehr zu fassen. Als dann auch noch Nicolas Haas nach 40 Minuten die dritte Zweiminutenstrafe kassierte, sah es nicht gut aus für die Gäste. Bei Schopfheim klappte nun einfach alles, was die Hausherren zur 27:23 Führung nutzten. Auch eine Auszeit von Uwe Dieterle änderte daran vorerst nichts. Beim 28:24 nach 48 Minuten war zwar noch genug Zeit, doch so richtig an die Wende schien bei der SG niemand zu glauben. Der einzige SG-Akteur, der in der Offensive „Normalform“ erreichte, war Jens Gudelius. Mit aller Macht stemmte er sich gegen die drohende Niederlage und brachte sein Team durch viel Druck tatsächlich nochmal auf 30:29 heran. Der Funke sprang nun noch einmal über auf seine Kameraden. Auch weitere Rückschläge in Form von unnötigen Gegentreffern konterten die Gäste in der spannenden Schlussphase. Kaum trat man wieder mit der Konzentration und Willensstärke der ersten Minuten auf, war plötzlich auch wieder der Sieg drin. Im Herzschlagfinale behielten beide Mannschaften die Nerven. Am Ende rettete die SG durch zwei Treffer von Manuel Schmid zum 33:33 Endstand einen Punkt über die Ziellinie und kam nach schwacher Auswärtsleistung mit einem blauen Auge davon. Wie eine Mannschaft aber so einbrechen kann, darüber wird man sich bei der SG in der Woche vor dem nächsten Derby ernsthaft Gedanken machen.

Spielfilm: 0:1, 2:2, 2:6, 4:8, 8:10, 10:11, 14:14, 15:15, 15:16; 20:18, 21:21, 25:22, 27:23, 30:29, 31:31, 33:33

HSV: Borchers, Michel 7, Iwertowski 3, Lay 3, Hopp 6, Wendland 5, D’Amico 1/1, Bühler 2, Brüstle 5, Brokatzky, Marqua 1, Bruckschlegel, Asal

SGGW: Baumann, Heinkele; Pranic, Staiger 1, Aberle „Schüssele“ 3, Brohammer 2, Lauterbach, Moosmann 5, Gudelius 8, Schmid 5/1, Haas 6, Aberle „Staigerbauer“ 3

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